Wird es das Las Vegas Berlins? Nein, dafür ist es zu dreckig. Vielleicht ein Las Vegas für Arme oder auch die, die es werden wollen - durch Casinos.
In den rbb-Nachrichten wurde kürzlich berichtet, dass Millionen Gelder in die "Renovierung" Moabits gesteckt werden. Doch wo? Bitte wo? In riesige Einkaufszentren, Hotels, nicht in die kleinen oder auch großen Straßen der "normalen" Bürger.
Siehe Beusselstraße: Ein Geschäft schließt nach dem anderen. Bäcker werden verdrängt, gebrauchte Küchengeräte-Läden werden vertrieben. Es ist ein nahezu evolutionärer Ablauf: The fittest survives. "Die am besten Angepassten" sind in diesem Falle Casinos, Spielbuden, zwielichtige Einrichtungen. Bunte Farben locken, Stroboskope flackern die ganze Nacht hindurch. Ein Laden schließt, wird leer geräumt und wenige Wochen später werden die großen Leuchtreklameschilder gehisst.
Wohin soll das noch führen? Wird die ganze Beusselstraße eine einzige Casino-Street mit entsprechendem Publikum?
Trauriges Berlin.
Moabeats
Gestrandet. Auf einer Insel in der Mitte Berlins. Moabit ist ihr Name. Umschlungen von Wasserstraßen. Ich sitze fest in Moabit. Jedoch nicht in der Untersuchungshaftanstalt. Fremde Sprachen, unbekannte Klänge, grelle Lichter, dunkle Ecken. Zwiespältig. Gefährlich. Oder?
Donnerstag, 19. August 2010
Donnerstag, 15. April 2010
Erwacht
Aufgewacht aus dem Tiefschlaf.
Die Morgensonne weckt mich nun jeden Tag. Der Frühling nimmt langsam die Feder in die Hand, während der Winter langsam einschläft. Ich weiß immernoch nicht, wo ich bin. Meine Augen sind geblendet von den Lichtern, welche in allen mir erdenklichen Farben leuchten.
Aus allen möglichen Ecken und Gassen flackern diese Lichter. Ich habe versucht die Zeichen zu deuten, es zu lesen, doch es ist bunt und grell, gepunktet und gestreift. Meine Augen schmerzen, doch ich vermag erkannt zu haben, dass die Buchstaben so etwas wie "C-A-S-I-N-O" ergeben. Dieses Wort ist mir unbekannt, ob es eine mir fremde Sprache ist? Das Wort, welches darunter steht kenne ich jedoch: "Vulkan".
Ob dies ein Warnzeichen ist? Sollte ich wegrennen und damit flüchten?
Doch einen Vulkan kann ich nirgends erspähen. Wenn ich mich umsehe, erblicke ich nur weitere Warnschilder, doch wovor warnen sie? Ein unterirdischer Vulkan? Wird er bald ausbrechen, werde ich kläglich unter der Lava verbrennen?
Die Morgensonne weckt mich nun jeden Tag. Der Frühling nimmt langsam die Feder in die Hand, während der Winter langsam einschläft. Ich weiß immernoch nicht, wo ich bin. Meine Augen sind geblendet von den Lichtern, welche in allen mir erdenklichen Farben leuchten.
Aus allen möglichen Ecken und Gassen flackern diese Lichter. Ich habe versucht die Zeichen zu deuten, es zu lesen, doch es ist bunt und grell, gepunktet und gestreift. Meine Augen schmerzen, doch ich vermag erkannt zu haben, dass die Buchstaben so etwas wie "C-A-S-I-N-O" ergeben. Dieses Wort ist mir unbekannt, ob es eine mir fremde Sprache ist? Das Wort, welches darunter steht kenne ich jedoch: "Vulkan".
Ob dies ein Warnzeichen ist? Sollte ich wegrennen und damit flüchten?
Doch einen Vulkan kann ich nirgends erspähen. Wenn ich mich umsehe, erblicke ich nur weitere Warnschilder, doch wovor warnen sie? Ein unterirdischer Vulkan? Wird er bald ausbrechen, werde ich kläglich unter der Lava verbrennen?
Freitag, 5. Februar 2010
Wo ist mein Freitag?
Der erste Monat des Jahres 2010 ist vorüber - und die Welt dreht sich weiter.
Ich bin aus meinem Tiefschlaf erwacht. Schiffbruch. Wellen. Wind. Ich bin gestrandet, auf einer fremden Insel.
Woher kommt die Angst?
Fremdartigkeit hat sie erzeugt - Ich kenne es nur vom Hörensagen, ich kenne meine Grenzen, Schuster bleib bei deinem Leisten. Aber was macht der Schuster, wenn die Menschen ihre Schuhe nur noch bei KICK kaufen? Er muss sich nach etwas Neuem umsehen, andere Wege einschlagen, vielleicht einer anderen Berufung folgen?
Oder folgt doch Stillstand?
Müßige Fragen über ein müßiges Leben.
Robinson Crusoe verbrachte Jahre seines Lebens als Schiffbrüchiger auf einer Insel, allein. Die wilde Natur in ihrer Unzähmbarkeit umgab ihn.
Ist Moabit auch eine dieser Inseln, die man so schnell nicht wieder verlässt?
Ich denke ja. Aber nicht aus Angst, sondern aus freiem Willen. Man braucht jedoch einen "Freitag", wie auch Robinson ihn hatte. Einen Inselbewohner, der einem zeigt wie man sich auf fremdem Territorium zu verhalten hat, was man an Nahrung zu sich nehmen kann, darf und muss, ob es sich in Relation zu dem Aufwand lohnt, gewisse Früchte zu pflücken, welche Gebiete besonders sehenswert sind, aber vor allem:
Wo der Tod lauert.
Es gibt verdammt viel zu entdecken...
Ich bin aus meinem Tiefschlaf erwacht. Schiffbruch. Wellen. Wind. Ich bin gestrandet, auf einer fremden Insel.
Woher kommt die Angst?
Fremdartigkeit hat sie erzeugt - Ich kenne es nur vom Hörensagen, ich kenne meine Grenzen, Schuster bleib bei deinem Leisten. Aber was macht der Schuster, wenn die Menschen ihre Schuhe nur noch bei KICK kaufen? Er muss sich nach etwas Neuem umsehen, andere Wege einschlagen, vielleicht einer anderen Berufung folgen?
Oder folgt doch Stillstand?
Müßige Fragen über ein müßiges Leben.
Robinson Crusoe verbrachte Jahre seines Lebens als Schiffbrüchiger auf einer Insel, allein. Die wilde Natur in ihrer Unzähmbarkeit umgab ihn.
Ist Moabit auch eine dieser Inseln, die man so schnell nicht wieder verlässt?
Ich denke ja. Aber nicht aus Angst, sondern aus freiem Willen. Man braucht jedoch einen "Freitag", wie auch Robinson ihn hatte. Einen Inselbewohner, der einem zeigt wie man sich auf fremdem Territorium zu verhalten hat, was man an Nahrung zu sich nehmen kann, darf und muss, ob es sich in Relation zu dem Aufwand lohnt, gewisse Früchte zu pflücken, welche Gebiete besonders sehenswert sind, aber vor allem:
Wo der Tod lauert.
Es gibt verdammt viel zu entdecken...
Freitag, 1. Januar 2010
Schiffbrüchig
Wind.
Wellen.
Weite. Endlose Weiten. Ich kann nichts sehen, schlucke Wasser und schmecke das Salz auf meiner Zunge. Ich drehe mich mehere Male um mich selbst, mir ist schwindelig, ich weiß nicht mehr, wo oben und unten ist. Wo bin ich?
Ich verschlucke mich und beginne zu Husten - fühle mich als würde ich literweise Wasser schlucken, doch ich muss doch atmen?
Der letzte Atemzug und es ward dunkel. Ein Aufprall.
Sandkörner berühren meinen Körper. Ich falle in Ohnmacht.
Wellen.
Weite. Endlose Weiten. Ich kann nichts sehen, schlucke Wasser und schmecke das Salz auf meiner Zunge. Ich drehe mich mehere Male um mich selbst, mir ist schwindelig, ich weiß nicht mehr, wo oben und unten ist. Wo bin ich?
Ich verschlucke mich und beginne zu Husten - fühle mich als würde ich literweise Wasser schlucken, doch ich muss doch atmen?
Der letzte Atemzug und es ward dunkel. Ein Aufprall.
Sandkörner berühren meinen Körper. Ich falle in Ohnmacht.
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