Der erste Monat des Jahres 2010 ist vorüber - und die Welt dreht sich weiter.
Ich bin aus meinem Tiefschlaf erwacht. Schiffbruch. Wellen. Wind. Ich bin gestrandet, auf einer fremden Insel.
Woher kommt die Angst?
Fremdartigkeit hat sie erzeugt - Ich kenne es nur vom Hörensagen, ich kenne meine Grenzen, Schuster bleib bei deinem Leisten. Aber was macht der Schuster, wenn die Menschen ihre Schuhe nur noch bei KICK kaufen? Er muss sich nach etwas Neuem umsehen, andere Wege einschlagen, vielleicht einer anderen Berufung folgen?
Oder folgt doch Stillstand?
Müßige Fragen über ein müßiges Leben.
Robinson Crusoe verbrachte Jahre seines Lebens als Schiffbrüchiger auf einer Insel, allein. Die wilde Natur in ihrer Unzähmbarkeit umgab ihn.
Ist Moabit auch eine dieser Inseln, die man so schnell nicht wieder verlässt?
Ich denke ja. Aber nicht aus Angst, sondern aus freiem Willen. Man braucht jedoch einen "Freitag", wie auch Robinson ihn hatte. Einen Inselbewohner, der einem zeigt wie man sich auf fremdem Territorium zu verhalten hat, was man an Nahrung zu sich nehmen kann, darf und muss, ob es sich in Relation zu dem Aufwand lohnt, gewisse Früchte zu pflücken, welche Gebiete besonders sehenswert sind, aber vor allem:
Wo der Tod lauert.
Es gibt verdammt viel zu entdecken...